YOHAKU (余白) - Flüstern der Jahreszeiten
Es heißt, am Anfang war die Welt still. Nicht hell, nicht dunkel. Nicht warm, nicht kalt. Nur eine einzige Jahreszeit endlos,immer gleich und wie ein Atemzug, der nie enden wollte. In jener Zeit blühten keine Blumen, denn sie wussten nicht, wann. Keine Blätter fielen, denn sie kannten kein Vergehen. Kein Schnee fiel, denn es gab keine Ruhe. Einfach alles war still. Die Welt sehnte sich nach Abwechslung und nach einem Wandel.
Und so wurden vier Wesen geboren. Das erste trug das Licht in sich, das Knospen zum Erwachen bringt: Hina, der Frühling. Das zweite war hell und warm, voller Freude und goldener Funken: Natsu, der Sommer. Das dritte roch nach Laub, reifen Früchten und kündigte die Zeit der Ernte an: Tatsuya, der Herbst. Und der Letzte Yokai brachte die kalte Stille und den glitzernden Schnee: Matsuri, der Winter. Diese vier Yokai berührten die Welt nacheinander. Und mit jedem ihrer Schritte veränderte sich alles. Blüten öffneten sich, fielen und kehrten in die Natur zurück. Wasser fror, schmolz und wurde wieder klar. Aus der ewigen Stille wurde ein Kreislauf – voller Farbe und Harmonie. Manchmal ziehen sie sich die Yokai zurück. Doch nie sind sie ganz fort.
Und wenn du den Wind spürst und es sich anfühlt, als würde gerade etwas beginnen oder etwa enden, dann ist es einer von ihnen. Mit der Erinnerung, dass nichts vergeht, ohne etwas anderes zu hinterlassen.
Charaktere
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